Das Labyrinth gehört zu den ältesten symbolischen Zeichen der Menschheit. Seit Jahrtausenden wird es in Felsen oder Ton geritzt, auf Keramiken gemalt, mit Steinen am Boden ausgelegt oder in alte Handschriften gezeichnet. Man findet Labyrinthe auf alten kretischen Münzen, auf etruskischen Vasen, an sizilianischen Gräbern, auf indonesischen Goldringen, aber auch auf Schmuckstücken nordamerikanischer Indianer. Labyrinthe wurden in spanische, englische, russische Felsen geritzt, in französischen Kathedralen als Bodenmosaike ausgelegt und in indische Tempelverzierungen eingebaut, in pakistanische Moscheen geschnitzt. Sie wurden aus englischem und deutschem Rasen gestochen und in Skandinavien, Russland, Indien und Nordamerika mit Steinen ausgelegt.
In bestimmten Kulturen war das Labyrinth jahrhundertelang in Gebrauch, manchmal jedoch ist die Geschichte seiner Verwendung nur kurz. Am Ende des 20. Jahrhunderts erlebte das Labyrinth erneut eine Renaissance, die bis heute andauert. Labyrinth im St. Josefs-Stift Eisingen |
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