Unterwegs mit „Mensch Jesus“ – ein Rückblick
Die Produktion „Mensch Jesus – ein Passionsspiel mit Masken“ hatte im Herbst 2007 Premiere und wurde seither in mehreren Aufführungszyklen im Theater unterm Turm des St. Josefs-Stift Eisingen gespielt. Bereits im Herbst 2008 gaben wir erfolgreich zwei Gastspiele in Schweinfurt und in der Gethsemane-Kirche am Heuchelhof. In der Fasten- und Osterzeit 2009 gab es einen regelrechten Marathon von Gastspielterminen: Im Februar begannen wir mit den Wiederaufnahmeproben. Dann standen zunächst sieben geschlossene Gruppenveranstaltungen bei uns im Theater unterm Turm auf dem Programm. Gastspielreise durch Franken
Ende März startete unsere Gastspielreise durch Franken: vom Spessart bis in den Steigerwald, vom Odenwald bis in die Rhön. Wir bespielten Kirchen wie die Wallfahrtskirche in Schmerlenbach, die Wallfahrtskirche auf dem Volkersberg, die Walldürner St. Marienkirche, den „Steigerwald-Dom“ in Gerolzhofen, wobei wir unseren Auftritt im Würzburger Kilians-Dom sicherlich zu den Höhepunkten zählen. Aber auch nicht-sakrale Räume wurden durch unser Spiel belebt: das Pfarrzentrum in Hösbach, der Pfarrsaal in Zellingen und die Maingauhalle in Kleinostheim. Insgesamt 15 Aufführungen in vier Wochen. Im Juni fuhren wir noch einmal zu dem Internationalen Theaterfestival „Okkupation!“ nach Zürich in die Schweiz, um dort mit unserer 50. Aufführung von „Mensch Jesus“ in der City-Kirche am Stauffacher zu gastieren. Somit haben dieses Stück bereits über 5000 Zuschauer gesehen! Für diese würdige Leistung ist vor allem unseren 11 Darstellern zu danken, die nicht selten ihre Freizeit und ihre Nachtruhe für die Theaterarbeit opferten. Viele der Gastspiele fanden am Wochenende und/oder am Abend statt und die Heimreise nach Eisingen erfolgte manchmal auch erst kurz vor Mitternacht! Blick hinter die Kulissen
Auch unser Team – bestehend aus vier Personen – war sehr gefordert. Was man als Zuschauer nämlich nicht sieht, ist die Arbeit, die hinter jeder Aufführung steckt: zwei Mitarbeiter und eine Mitarbeiterin unseres Teams mussten mindestens sechs Stunden vor Auftritt bereits vor Ort sein, um Bühne und Technik aufzubauen. Dabei wurden an einem Aufführungstag viermal eine dreiviertel Tonne Ausrüstung bewegt: beim Einladen in den Bus, beim Ausladen und Aufbauen, beim Abbauen und Bus-Beladen und wieder beim Ausladen daheim. Betreuung und Fahrservice der Schauspieler wurden von unserer vierten Mitarbeiterin übernommen, zeitweise wurde sie dabei von einer Praktikantin unterstützt. Und natürlich war unser vierköpfiges Team zudem während der Aufführung hinter der Bühne, am Technikpult und bei den Verkäufen zu finden. Jetzt ruht das Stück „Mensch Jesus“ erst einmal und soll zumindest bis zur Osterzeit 2010 nicht mehr gespielt werden. Ann-Kathrin Beyersdorfer
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