Columbinas magisches Maskenkabinett
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| © Hendrik Schneider |
| Columbina |
Mit der Musik von Armin Höfig Fantastische Begegnungen verrückter Maskenfiguren in Spiel und Tanz an einem verzauberten Ort:Liebenswert schräg – herzlich lächerlich – anrührend komisch – übertrieben ausgelassen – romantisch verliebt – und allesamt hilflos verzaubert.
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| © Hendrik Schneider |
| Whisky |
Columbina hält alle Fäden in der Hand, nur ihr treuer Begleiter Coviello macht als schräger Vogel, was er will. Der alte Capitano a. D. weiß nicht, wie ihm geschieht, und Dottore ist noch nicht mal dazugekommen, was Vernünftiges anzuziehen. Otto geht ungeniert auf Fliegenfang und Whisky hat schon lange keinen Tropfen mehr in seiner Flasche. Stella ist noch unschlüssig, will sie ihre Ruhe oder scheucht sie doch lieber die Männer? Und im Hintergrund? Immer wieder heftiges Liebesglühen!
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| © Hendrik Schneider |
| Capitano a.D. |
Zwei Darstellerinnen und fünf Darsteller der Theaterwerkstatt Eisingen gehen das Wagnis ein, in Columbinas magischem Maskenkabinett ihre komischen Seiten zu entdecken. Es ist ein Spiel mit Masken und Typen nach Figuren der italienischen Commedia dell’arte. Und diese Masken verlangen geradezu nach tragisch verrückten Tanzbewegungen.
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| © Hendrik Schneider |
| Komponist mit Ensemble |
Rezension von Pat Christ zur Premiere am 1. Oktober 2011, Leporello 10/2011 Sie sind ein Tier, eine aus der Commedia dell’arte ausgeborgte Figur – und, scheinbar nebenbei: ganz sie selbst. In merkwürdigen Bewegungen, die jedoch vollkommen die ihren sind, stellen sieben Schauspielerinnen und Schauspieler aus der Theaterwerkstatt des Eisinger St. Josefs-Stifts für Menschen mit geistiger Behinderung eine komödiantische Geschichte dar. Am 1. Oktober feierte „Columbinas magisches Maskenkabinett“ im „Theater unterm Turm“ begeisterte Premiere. Die körperbetonte Praxis der Commedia dell’arte passt hervorragend zu dem Ensemble, das mit großer Spielfreude die komischen, ja, auch lächerlichen Seiten der Figuren seines Maskentheaters auf die Bühne bringt. Unter der Regie der Theaterpädagogen Ann-Kathrin Beyersdorfer und Karlheinz Halbig-Kolb tanzt Columbina durch die Szenerie. Der kurzerhand vom Ensemble außer Dienst gesetzte Capitano arbeitet sich an seinem Krückstock vorwärts, Dottore wandelt im Morgenmantel und Coviello stelzt herum, wo er will. Dann ist da noch „Whisky“, der über die Bühne torkelt, Otto, in bayerischer Lederhose, der unermüdlich auf Fliegenfang geht, und Stella auf der Jagd nach Eingestaubtem. Vor 30 Jahren ging das Eisinger St. Josefs-Stift daran, die Meinung zu revidieren, Menschen mit geistiger Behinderung könnten Theaterbesucher ohne dieses Handicap nicht begeistern. Zum wiederholten Mal gelang die Verzauberung durch die Darsteller, die sich, im Gegensatz zu ihren professionellen Kollegen, nicht in Rollen hineinverwandeln, sondern Rollen sich selbst anverwandeln und so von ihren Besonderheiten erzählen. Wunderbar trägt die von Armin Höfig komponierte, vom Bläserquartett „Blechschmitt“ und der Würzburger Gruppe „Klez’amore“ live präsentierte Musik zur Deutung des traumhaften Bühnengeschehens bei. Wie viel Schweiß es gekostet hat, das über zweieinhalb Jahre hinweg entwickelte Maskenstück zu realisieren, ist der Produktion in nichts anzumerken. Witzige Interaktionen und fein gesponnene Geschichten sorgen für eine Leichtigkeit, die über 60 Minuten hinweg bezaubert.
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