Dabei setzte das Gastspiel der Theaterwerkstatt Eisingen in den Kammerspielen einen ganz eigenen Akzent. Entlang einer freien Bearbeitung und mit Hilfe der Musik von Mozarts Oper "Don Giovanni" entwickelten die Akteure ihre ganz persönlichen Vorstellungen von Liebe. Ganz ohne Worte, allein im gestischen und tänzerischen Bewegen, im permanenten Wechsel von Maskierung und Demaskierung offenbarten die Darsteller - als Gäste einer sommerlichen Gartenparty - ihren Blick auf das Phänomen. Mit einfachen Mitteln wurden die Ambivalenzen der Liebe deutlich: als Zerrissenheit zwischen Sehnsüchten, Wünschen und Träumen auf der einen, als Verführung, Eifersucht und Kampf auf der anderen Seite. Ein stimmiger Ausklang Mit Geschichten und Liedern steuerten Silvia Rhode, Katharina Weithaler, Andreas Anke, Silke Evers, Heiko Börner und Andrej Hovrin im Oberen Foyer weitere literarische und musikalische Aspekte zum Leitthema des Abends bei, der nach der Premiere in einem Liebesliederzyklus seinen stimmigen Ausklang fand. |